Boy´s Home Ausbildungszentrum für Straßenkinder        

Cebu /  Philippinen  
 

       

Projekthintergrund:

Auf den Philippinen gibt es, laut einer UNICEF-Studie von 1990, rund 2 Mill. Straßenkinder, über 6000 davon in der Region um Cebu. Unter ihnen sind viele ausgesetzte Klein- und Schulkinder, die unter men­schenunwürdigen Verhältnissen leben und täglich um ihre Existenz kämpfen müssen.

Viele Kinder versuchen aus dieser schwieri­gen Lebenssituation, die auch stark die je­weiligen Familien und deren Zusammenhalt belastet, auszubrechen und probieren ihr Glück auf der Straße. Das Leben auf der Straße birgt aber noch mehr Risiken und Ge­fahren und eine kriminelle Kariere ist den jun­gen Mädchen und Jungen schnell vorge­zeichnet, meist mit einem menschenunwürdi­gen Leben und einem tragischen Ende.

 

Projektstandort:

 

Diesen Teufelskreis zu durchbrechen versucht Pater George Militante SDB mit seinen engagierten Mithel­fern. Um nicht den ständigen Einflüssen und Gefahren der

Straße ausgeliefert zu sein, müssen die Kinder ein neues "Zuhause" finden. Nach einer Stabilisierungsphase wird den Kindern angeboten, wie­ der eine Schule zu besu­

chen, um möglichst auch einen Grundschulabschluß zu erreichen. Als Perspektive

für ein menschenwürdiges Leben können die Kinder und Jugendliche vor Ort in eigenen Werk­stätten handwerkliche Berufe erlernen und dann als Erwachsene und ausgebildete Kräfte einem geregelten Beruf nachgehen oder sich sogar mit einer eigenen kleinen Werkstatt selbständig machen.

1999 konnte das Straßenkinderheim "Don Bosco Boy's Home" in Cebu fertiggestellt wer­den.

 

Zielgruppe:

Somit konnte der Zielgruppe von 150 ehe­maligen Straßenkindern, Waisen und Halb­waisen sowie Jugendlichen aus schwieri­gen sozialen Verhältnissen, die innerhalb des Don Bosco Boy's Home ein neues Zu­hause gefunden haben, geholfen werden. Weitere 500 Jungen und Mädchen, die in Programmen der offenen Sozialarbeit be­treut werden, kommt diese Einrichtung zu­gute. Die Salesianer betreuen seit 1989 dieses Reintegrationsprogramm für Stra­ßenkinder. Ferner haben sie an dem nahen Jugendgefängnis eine nonformale Be­rufsausbildung aufgebaut und beraten an­dere Träger der Jugendsozialarbeit in Cebu und Umgebung.

Um der stetig wachsenden Nachfrage nach einem sicheren Ort, der auch ein "Zuhause" für die Kinder und Jugendlichen bedeutet, gerecht zu werden, wurde in diesem Projekt an einem neuen Standort Lilo-an, etwa 15 Km außerhalb Cebus, ein neues Wohnheim für 150 Jugendlichen und 60 nonformale berufliche Ausbildungsplätze in Schlosserei, Schweißen, Landwirtschaft und Gartenbau eingerichtet. Der Ort ist gut gewählt worden,

denn diese Gemeinde liegt im Übergang zum ländlichen Bereich in unmittelbarer Nähe zu neuen Firmenniederlassungen. Die im Zentrum lebenden Jungen und Mäd­chen können die lokalen Schulen besu­chen. Zusätzlich zu den eigenen Ausbil­dungswerkstätten hat der Projektträger ein "on the job training" und ein Arbeitsvermitt­lungsprogramm aufgebaut.