Faschingsgottesdienst für die Straßenkinder

 

 

Fasching, Fastnacht oder Karneval, wie immer auch diese närrische Zeit genannt wird, ist für viele auch die 5. Jahreszeit.

 

Diese Tage haben nicht nur weltlichen Charakter, sondern ihren Ursprung findet man im kirchlichen Bereich und Tradition geht bis ins 12. Jahrhundert zurück.

 

Die närrischen Tage waren auf die Zeit zwischen Dreikönige und Aschermittwoch eingegrenzt. Fastnacht war die Nacht vor Fastenbeginn, also vor Aschermittwoch.

 

Im Laufe der Zeit kam es zu den ´drei tollen Tagen`, und diese waren der Donnerstag vor dem Karnevalssonntag, der Sonntag und der Dienstag (Veilchendienstag). Sie dienten der Vorbereitungszeit auf die Zeit der Entbehrung. Die Menschen sollten sich lachend, singend, spielend und ausgelassen auf die ernstere Zeit einstellen.

 

Die Fastenzeit ist für die Kirche eine Zeit der Besinnung, des Verzichtes und des Nachdenkens, also der Umkehr. Dieses beinhaltet auch das Denken und Handeln an und für den Nächsten.

 

Erfahre an dir selbst, wie falsch närrisches Verhalten sein kann, kehre um alter Mensch und werde zu einem neuen Menschen.

 

 

So feierten wir am Faschingssonntag mit Pater Astan, dem Künstlerseelsorger in Berlin, einen Faschingsgottesdienst in der Katholischen Akademie.

 

         

 

Nicht das wir das närrische Treiben in die Kirche ziehen und um den Altar herum tanzen, nein, doch es begleitete ein Clown den Gottesdienst.

Dieser Gottesdienst wird von Groß und Klein gerne besucht und hat schon eine gewisse Tradition. Es ist einerseits die Musik,  die Fröhlichkeit, die der Clown durch seine Anwesenheit ausstrahlt, aber andererseits auch die Ernsthaftigkeiten, die in den Dialogen zwischen Pater Astan und dem Clown nicht zu überhören waren.

Über einen Clown lachen wir, er ist spaßig und lustig. Die Wahrheit die er uns vielfach mitteilen will, überhören wir. So ist es auch im wahren Leben: 

 

Lache erst über einen Mitmenschen, wenn du genau verstanden hast, was er dir sagen wollte.

 

         

 

So sehen wir es auch mit unseren Straßenkindern. Sie werden nicht ernst genommen, sie werden gehetzt und getrieben, missachtet und beschimpft. Sie können nicht loslassen im närrischen Treiben, sie müssen tagtäglich um ihr Überleben kämpfen.

So sammelten wir an diesem Tag für die Unterstützung der Straßenkinder.